29September - 04Oktober - Broome bis Darwin - letzte Etappe
Freitag ging es zur inzw. gewohnten Zeit, 7:30 Uhr, los und unsere Fahrgaeste waren froh aus Ihrem Hotel wieder raus zu kommen, obwohl sie an Broome, wie ich auch, einen Narren gefressen hatten.
Der Tag versprach aber auch einiges. Erstmal ohne Unterbrechnung bis Derby, wo wir uns den Jetty samt, dank eben nicht vorhandenem Wasser, dem gewaltigen Gezeitenunterschied anschauen konnten - hier in der Regel um die 11m zwischen Ebbe und Flut! Weiter zum Prison-Baob, einem maechtigen Flaschenbaum (Umfang 14m!), der tatsaechlich als Gefaengnis, Unterkunft und Lagerstaette genutzt wurde.
Im Anschluss hiess es alle anzuhalten ihre Taschen, Kameras usw. “unfallsicher” zu verstauen - entweder festhalten oder auf den Boden: Gibb River Road und die sollte ruppig werden, besonders, da wir nur mit einem Coaster-Bus (20 Sitzplaetze - niemand kaeme auch nur im Entferntesten auf die Idee das Ding als gelaendetauglich einzustufen) unterwegs waren. Zunaechst kam jedoch eine grosse “Enttaeuschung”, denn der erste Teil ist geteert! Aber nach geschaetzten 70km hatte sich auch das erledigt und alle wurden ordentlich durchgeruettelt, was jedoch nur einen Vorgeschmack auf den (derzeit als 4WD-only-Strecke deklarierten - hatten wir wohl “uebersehen” *g*) Windjana - Tunnel Creek - Victoria Highway - Streckenabschnitt darstellte.
Erster Teil: die Unebenheiten wurden groesser, aber insgesamt keine Probleme - die Windjana Gorge ist ein nettes Fleckchen und der erste Schwung Krokodile (Suesswasser, also keine Gefahr Mitreisende zu verlieren) entzueckt die Gruppe.
Zweiter Teil: zu den Unebenheiten gesellen sich ausgewachsene Schlagloecher und ausgewaschene Passagen. Einer der bereits vorhandenen Steinschlaege beschloss daraufhin sich mit jeder groesseren Unebenheit ein Stueckchen weiter in Richtung Scheibenunterseite auszudehnen - fuer Tunnel Creek nahmen wir das aber gerne in Kauf. Wer hierher kommt sollte eine TAschenlampe parat haben! Knoecheltief im Wasser standen wir auch, aber die Hoehle ist einfach sehenswert.
Dritter Teil: mit einigem Huepfen und zwei, zum Glueck nicht zu tiefen, Wasserdurchfahrten setzen sowohl erwaehnter Riss, als auch wir unsere Reise fort. Kuehe, Kangaroos, Lizzards usw. zwangen uns gelegentlich zu langsamerer Fahrweise oder gar zum anhalten, weshalb wir es gegen halb sieben erst nach Fitzroy Crossing schafften.
Der Abend wurde kurz und wir waren happy die Etappe ohne ernste Schaeden ueberstanden zu haben.
Zu frueh gefreut! Nach der Bootstour auf der Geikie Gorge demonstrierte uns die Klimaanlage durch ausbleibende Kuehlung eindrucksvoll, dass der Coaster auf der Gibb River sehr wohl gelitten hatte und das ausgerechnet bei 34 Grad Aussen- und taeglich weiter steigenden Temperaturen.
Nun gut: Fenster auf und weiter. Die Etappe wurde nur fuer kurze Pausen, u.a. in Halls Creek, unterbrochen. Die meiste Aufmerksamkeit erhielt der graue Dunst, der ueber allem lag - zahllose kleine Gras- und Buschbraende, samt einer anhaltenden Inversionswetterlage (grob: nix zieht ab) sorgten dafuer, dass der Himmel grau statt blau blieb. Netter Nebeneffekt waren dank etwas reduzierter Sonneneinstrahlung etwas niedrigere Temperaturen - 32 statt 36 Grad - ohne Klima ist man fuer jedes Grad dankbar.
Am Abend, mal wieder bereits im Dunkeln und nach mehr als 600km, waren wir dann in Kununurra - die Zimmer ueberzeugten auch die groessten Skeptiker und Bobs und mein “1000 Sterne”-Hotel liess auch keine Wuensche offen, ausser dass die Nacht viel zu schnell vorueber war.
4:30 Uhr! Warum das? Nun ja - der zweistuendige Flug ueber den Purnululu National Park (Bungle Bungles) stellte eines der Highlights der Tour da und der begann kurz nach Sonnenaufgang bereits um 6 Uhr! Mit einer Cessna Caravan ging es ueber den, fuer die Bewaesserung um Kununurra (hier waechst wirklich alles) unabdingbaren, Conversion Damn und den beeindruckend grossen Lake Argyle (der achtgroesste gestaute See der Welt in dem 1/8 aller australischen Suesswasserkrokodile leben) zu den Bungle Bungles, die erst in den ‘80er-Jahren ueberregional bekannt wurden. Eine absolut beeindruckende Gegend und schon hatte ich einen weiteren “muss-ich-wieder-hin”-Punkt auf meiner Liste!
Zurueck ueber die Argyle Diamantenmine (mal wieder ein beeindruckendes Loch im Boden) nach Kununurra.
Dort erstmal zum Fruehstueck, bevor wir uns die alte Furt des Ord River (Ivanhoe Crossing) anschauten durch die frueher jeder musste, der nach Wyndham oder ueberhaupt weiter nach Westen wollte.
Der Mirima National Park - Purnululu in Miniatur fuer nicht-Allrad-ausgestattete
- war die naechste Station bevor es via Ausblick auf den “Elephant Rock”, “Sleeping Buddha” und eine Gruppe Baobs (”Baob-Family” - unsere Gruppe liebte die Baeume) zur Zebra Rock Gallerie ging. Hier war Lunch vorgesehen und fleissig geshoppt wurde auch. Zebra Rock wurde bislang nur hier gefunden und wird zu allerlei Staubfaengern und Schmuck verarbeitet - alles allerdings wunderschoen und kaum zu glauben, dass die Muster so im Fels sind.
Alle die dann noch nicht genug hatten nahmen wir mit auf die Suche nach einigen Aboriginal Malereien von denen Bob gehoert hatte. Die Suche gestaltete sich kurz und das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen.
Feierabend und das schon um drei. Nachdem der Bus geputzt war (mit Pausen *g*) hatten wir dann jedoch auch bereits sechs und ausserdem begann der Tag recht frueh.
Fast so frueh wie auch der naechste, denn das Northern Territory klaute uns heute von jetzt auf gleich 90 Minuten - komische Sache mit den Zeitzonen
Also ging es bereits um halb sieben (also
los. Die “Grenzueberquerung” war dann auch das “Highlight” einer langen Etappe, die nachmittags in Katherine endete. Aufregung bei Ankunft: Hotel -> Stadt ca. 2km - also schnell den Western Xposure - Cityshuttle eingerichtet und unsere Gaeste zum Supermarkt gebracht.
Waesche waschen, Kaese, Oliven und Rotwein zum Dinner und ab ins Bett.
Der Mittwoch begann mit einer Fahrt durch die ersten beiden Gorges der Kathering Gorge. Auch hier werde ich wieder landen, dann jedoch sicherlich mit dem Kanu die Gorges unsicher machen - genial und angeblich auch ungefaehrlich, sprich Saltie-frei (Salzwasserkrokodil - die grossen Biester), moeglich.
Zum Lunch ging es an die Emma Gorge und der Fotoelan liess so langsam merklich nach: schnell ein paar Pflichtbilder und dann zu kalten Getraenken und Essen in den Schatten am Kiosk ![]()
Weiter nach Darwin, wo wir erst im zweiten Anlauf am richtigen Hotel landeten - zwei Holiday Inns DIREKT nebeneinander an der Esplanade - da soll einer wissen welches das richtige ist…
Letzter Abend mit Bob *schnief* Rotwein, Stories, Bilder, Emails… was man eben so tut.
Heute frueh holten wir die Meute dann ein letztes Mal ab, um ihnen die Stadt zu zeigen - in nur einer Stunde, also Hafen, Strand, schoen, Tschuess! *g*
Zwei Flughafentransfers spaeter standen wir dann ganz ohne Fahrgaeste da - bisschen komisch is’ scho’, aber ich geniesse jetzt erstmal ein paar tatsaechlich so richtig freie Tage, doch darueber werd’ ich sicherlich auch schreiben koennen ![]()


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